Radioaktiver Zerfall
1. Alpha-Zerfall (α-Zerfall)
Was passiert: Der Kern emittiert ein α-Teilchen, das aus zwei Protonen und zwei Neutronen besteht (identisch mit einem Heliumkern).
Regel (Verschiebungsgesetz):
-
Die Massenzahl (A) nimmt um 4 ab.
-
Die Ordnungszahl (Z) nimmt um 2 ab.
Beispiel:
Eigenschaften der Strahlung:
- Hohe Ionisierungswirkung, aber geringe Reichweite (wird bereits durch ein Blatt Papier oder die oberste Hautschicht abgeschirmt).
2. Beta-Zerfall (β-Zerfall)
Es gibt zwei Hauptformen des Beta-Zerfalls:
a) Beta-Minus-Zerfall (β⁻-Zerfall)
Siehe auch
Was passiert: Ein Neutron im Kern wandelt sich in ein Proton um, wobei ein Elektron (β⁻-Teilchen) und ein Antineutrino emittiert werden.
Regel:
-
Die Massenzahl (A) bleibt gleich.
-
Die Ordnungszahl (Z) nimmt um 1 zu.
Beispiel:
Eigenschaften der Strahlung: Mittlere Ionisierungswirkung, mittlere Reichweite (wird durch dünne Aluminiumbleche oder Glas abgeschirmt).
b) Beta-Plus-Zerfall (β⁺-Zerfall)
Was passiert: Ein Proton im Kern wandelt sich in ein Neutron um, wobei ein Positron (β⁺-Teilchen) und ein Neutrino emittiert werden.
Regel:
-
Die Massenzahl (A) bleibt gleich.
-
Die Ordnungszahl (Z) nimmt um 1 ab.
Beispiel:
3. Gamma-Zerfall (γ-Zerfall)
Was passiert: Nach einem Alpha- oder Beta-Zerfall befindet sich der entstandene Kern oft in einem energetisch angeregten Zustand. Er gibt die überschüssige Energie in Form eines γ-Photons (elektromagnetische Welle) ab, um in den Grundzustand überzugehen.
Regel:
- Massenzahl (A) und Ordnungszahl (Z) bleiben unverändert.
Eigenschaften der Strahlung:
- Sehr geringe Ionisierungswirkung, aber sehr hohe Reichweite (wird erst durch dicke Blei- oder Betonschichten effektiv abgeschirmt).